Vertiefung des deutsch-chinesischen Dialogs über Sicherheitsstandards im Automobilbereich

China

Die Angleichung der Rechtsvorschriften im Automobilsektor ist nach wie vor ein entscheidender Faktor für einen reibungslosen Marktzugang und widerstandsfähige Lieferketten zwischen Deutschland und China. Entsprechend dieser Priorität trafen sich am 19. März über 50 Vertreter von Regierungsbehörden, Branchenverbänden, Konformitätsbewertungsstellen und Erstausrüstern (OEMs) in Peking zum deutsch-chinesischen Treffen zur Fahrzeugsicherheit, das vom VDA unter der gemeinsamen Leitung des BMWE und der SAMR veranstaltet wurde. Dr. Arne Höll (BMWE) und Guan Junwen (SAMR) eröffneten das Treffen und gaben damit den Ton für einen substanziellen fachlichen Austausch vor.



Im Mittelpunkt der Diskussionen stand das deutsche Typgenehmigungssystem, das vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) im Rahmen des harmonisierten Rechtsrahmens der EU verwaltet wird und durch Einblicke in den deutsch-chinesischen QI-Dialog ergänzt wurde. Dieser Dialog geht auf eine 2019 unterzeichnete Erklärung auf Ministerebene zwischen SAMR und BMWE zurück, die auf früheren Kooperationsvereinbarungen aus den Jahren 2011 und 2013 aufbaut, und wird heute durch drei spezielle Arbeitsgremien in den Bereichen Normung, Konformitätsbewertung und Produktsicherheit umgesetzt.

 

Besonderes Augenmerk wurde auf Chinas CCC-Zertifizierungssystem gelegt, insbesondere auf die kürzlich überarbeiteten Durchführungsbestimmungen für Automobilkomponenten aus dem Jahr 2026. Diese Bestimmungen stellen eine deutliche Abkehr von der Selbstdeklaration durch den Hersteller hin zur Zertifizierung durch Dritte dar und führen strengere Auflagen ein – darunter die Benennung eines Qualitätsbeauftragten, eine verlängerte Aufbewahrungsfrist für Unterlagen von fünf auf zehn Jahre, ein dynamisches Lieferantenregister sowie die Verpflichtung zur jährlichen Konformitätsberichterstattung.

 

Das Treffen befasste sich ferner damit, wie chinesische Erstausrüster bei ihrem Eintritt in den europäischen Markt die Zertifizierungsanforderungen bewältigen, wobei sie eng mit Behörden wie dem KBA zusammenarbeiten, und bot einen zukunftsorientierten Ausblick auf die Zertifizierung von Antriebsbatterien für Elektrofahrzeuge angesichts der sich weiterentwickelnden EU-Batterieverordnung.

 

Deutsche Teilnehmer äußerten Bedenken hinsichtlich der laufenden Überarbeitungen der CCC-Vorschriften und der Zertifizierungswege für Aftermarket-Komponenten, während ihre chinesischen Kollegen um Klarheit bezüglich der Umsetzung der elektronischen Konformitätsbescheinigung der EU baten – Fragen, auf die die KBA-Experten während der Sitzung direkt eingingen.

 

Insgesamt unterstrich das Treffen, wie ein nachhaltiger technischer Dialog dazu beitragen kann, Hindernisse bei der Konformitätsbewertung abzubauen und den Weg für eine stärkere Harmonisierung der Rechtsvorschriften in einem der handelspolitisch wichtigsten Bereiche der deutsch-chinesischen Beziehungen zu ebnen.

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