GPQI Brazil und ABNT fördern den deutsch-brasilianischen Dialog über digitale Produktpässe und die Zukunft der industriellen Wettbewerbsfähigkeit

Brasilien

Am 8. April fand in São Paulo der deutsch-brasilianische Dialog zum Thema „Digitale Produktpässe“ (DPPs) statt. An der Veranstaltung nahmen Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und technischen Organisationen beider Länder teil. Die Veranstaltung wurde von GPQI in Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Verband für technische Normen (ABNT) organisiert.

Der von GPQI in Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Verband für technische Normen (ABNT) organisierte deutsch-brasilianische Dialog zum Thema „Digitale Produktpässe“ (DPPs) fand letzten Monat in São Paulo statt. Die Veranstaltung brachte Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und technischen Organisationen beider Länder zusammen, um die Auswirkungen der Einführung von DPPs in globalen Wertschöpfungsketten zu erörtern.

 

Da die Europäische Union ab 2027 die verbindliche Einführung von DPPs anstrebt, gewinnt das Thema für brasilianische Unternehmen und Institutionen zunehmend an strategischer Bedeutung. DPPs wurden nicht nur als regulatorische Anforderung dargestellt, sondern auch als Chance, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, die Rückverfolgbarkeit zu verbessern und die Kreislaufwirtschaft zu fördern.

 

Die Veranstaltung wurde unter Beteiligung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) eröffnet, das die Rolle von DPPs als Katalysatoren für die Kreislaufwirtschaft und die Klimaneutralität hervorhob. Der europäische Ansatz der „Smart Regulation“ zielt darauf ab, die Einhaltung von Vorschriften bereits in der Produktentwicklungsphase digital zu integrieren, technische Hindernisse abzubauen und Verwaltungsprozesse durch interoperable und standardisierte Formate zu vereinfachen.

 

Zu den wichtigsten Diskussionsthemen gehörten die Harmonisierung internationaler Standards, die Dateninteroperabilität und der Aufbau einer zuverlässigen digitalen Infrastruktur für den sicheren Austausch von Industrieinformationen. Vertreter der ABNT und des brasilianischen Ministeriums für Entwicklung, Industrie, Handel und Dienstleistungen (MDIC) betonten die Bedeutung von DPPs für die Stärkung des EU-Mercosur-Abkommens und die Einbindung Brasiliens in neue globale Modelle des digitalen Handels.

 

Vertreter der Industrie betonten die Bedeutung von Vertrauen und Datenhoheit beim Informationsaustausch entlang der Lieferketten. Anhand von Praxisbeispielen, die von deutschen und brasilianischen Branchenvertretern vorgestellt wurden, wurde verdeutlicht, wie DPPs Anwendungen unterstützen können, die von der Rückverfolgbarkeit von Bauteilen bis hin zur Ermittlung des CO₂-Fußabdrucks von Produkten reichen.

 

Die Veranstaltung unterstrich zudem die strategische Bedeutung der digitalen Qualitätsinfrastruktur sowie die Zusammenarbeit zwischen Brasilien und Deutschland, um eine Zersplitterung der Rechtsvorschriften zu verhindern und sicherzustellen, dass brasilianische Produkte auch weiterhin den sich entwickelnden internationalen Standards entsprechen.

 

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