China

Zehn Jahre zusammen mit China

Technische Handelshemmnisse abbauen und einen fairen Wettbewerb schaffen

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Der bilaterale Handel zwischen Deutschland und China ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. China ist Deutschlands größter Handelspartner. Deutschland ist für China der wichtigste Handelspartner in der EU. Zu den meist gehandelten Gütern zählen Maschinen, Autos und Autoteile, elektrische Geräte und Chemikalien, Metallwaren und Bekleidung.

 

Deutschland und China kooperieren für eine international harmonisierte Qualitätsinfrastruktur (QI) seit dem Jahr 2008. Zusammen erhöhen sie die Sicherheit von Produkten und bauen technische Handelshemmnisse ab. Industrie 4.0, Maschinensicherheit, Medizinprodukte, E-Commerce, IT-Sicherheit und Mobilitätslösungen sind Themen der bilateralen QI-Dialoge.

Im Jahr 2019 bekräftigten das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und die chinesische Zertifizierungsbehörde State Administration for Market Regulation (SAMR) ihr Engagement in den deutsch-chinesischen QI-Dialogen mit einer gemeinsamen Erklärung. Die Erklärung ist die Basis für die weitere Zusammenarbeit in der Sino-German Standardisation Cooperation Commission (SGSCC), der Sino-German Working Group Accreditation and Conformity Assessment (WGACA) sowie der Sino-German Working Group Product Safety (WGPS).

 

An den politischen Dialogen beteiligen sich relevante Ministerien, Aufsichtsbehörden, Akkreditierungs- und Normungsgremien, Industrieverbände und Unternehmen aus beiden Ländern. Zu den politischen Akteuren auf chinesischer Seite gehören:

  • State Administration for Market Regulation (SAMR)  
  • Standardization Administration of China (SAC)  
  • Certification and Accreditation Administration of the People's Republic of China (CNCA)  
  • Ministry of Commerce (MOFCOM)
  • General Administration of Customs (GACC),
  • Cyberspace Administration of China (CAC),
  • National Medical Products Administration (NMPA).   

 

GPQI - Zusammenarbeit in der Qualitätsinfrastruktur

Normung und Standardisierung

International abgestimmte Normen sind die Voraussetzung für interoperable Systeme. Mit dem GPQI setzt sich das BMWi in der deutsch-chinesischen QI-Kooperation für die Harmonisierung von Normen ein. Expert*innen aus China und Deutschland tauschen sich im GPQI zu der bilateralen und internationalen Normungszusammenarbeit aus. Sie entwickeln gemeinsame Positionen und bringen koordinierte Normungsvorschläge in internationale Gremien wie die Internationale Elektrotechnische Kommission (International Electrotechnical Commission - IEC) und die Internationale Organisation für Normung (International Organization for Standardization - ISO) ein. Zu ihren Schwerpunkten gehören Industrie 4.0, Elektromobilität und vernetzte Fahrzeuge (Intelligent and Connected Vehicles - ICV).

Erfahren Sie mehr über Normen.

 

Konformitätsbewertung und Akkreditierung

Um ein Produkt in den europäischen Markt einzuführen, müssen Hersteller es mit dem CE-Kennzeichen versehen. So zeigen sie, dass es alle EU-Anforderungen an Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz erfüllt. Die Verantwortung liegt somit bei den Produzierenden. China setzt hingegen vor allem auf ein System der verpflichtenden Zertifizierung (China Compulsory Certification - CCC). Die Prüfung und Zertifizierung führen in diesem Fall öffentliche oder private Konformitätsbewertungsstellen durch. Diese werden von unabhängigen dritten Stellen akkreditiert. Die Akkreditierung zeigt, dass sie Prüfungen und Zertifizierungen zuverlässig durchführen.  

 

Das GPQI unterstützt beide Länder dabei, ihre Konformitätsbewertungsverfahren zu harmonisieren. Es organisiert den laufenden Dialog zwischen dem BMWi und der CNCA und fördert den Austausch von öffentlichen und privaten Akteuren. Gemeinsam harmonisieren sie Gesetze und Vorschriften. Außerdem unterstützt das GPQI die gegenseitige Anerkennung von Prüf- und Zertifizierungsverfahren.

Erfahren Sie mehr über Konformitätsbewertung und Akkreditierung.

 

Marktüberwachung und Produktsicherheit

Für den reibungslosen Handel zwischen Deutschland und China ist ein effizientes Marktüberwachungssystem wichtig. Dazu müssen die Marktüberwachungsbehörden beider Länder kooperieren. So gewährleisten sie die grenzüberschreitende Einhaltung von Qualitäts- und Sicherheitsstandards.  

 

Das GPQI unterstützt das BMWi sowie SAMR und MOFCOM bei ihrer fachlichen Zusammenarbeit. In beiden Ländern spielen Behörden auf Landes- bzw. Provinzebene eine wichtige Rolle für die Marktüberwachung. Deshalb sind sie am QI-Dialog beteiligt. Da Deutschland Teil des Europäischen Binnenmarktes ist, dient der regulatorische Rahmen der EU als Grundlage für die Marktüberwachung.

Erfahren Sie mehr über Marktüberwachung.

Kontakt

Johannes Braun
Leiter der Länderkomponente China GPQI

 

E-Mail: china@gpqi.org

 

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Tayuan Diplomatic Office Building
Room 1-13-1
No. 14, Liangmahe Nanlu, Chaoyang District
100600 Beijing, PR China
北京市朝阳区亮马河南路14号
塔园外交人员办公楼1-13-1

 

Telefon: +49 30 338424 896

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