Über das Projekt

Mehr als 60 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts wurden im Jahr 2019 durch Handel erwirtschaftet. Damit grenzüberschreitende Wertschöpfungsketten und Welthandel reibungslos funktionieren, braucht es eine intensive internationale Zusammenarbeit.

 

Internationaler Handel ist nachhaltiger und Wettbewerb ist fairer, wenn es gemeinsame Regeln und Standards gibt. International abgestimmte rechtliche und technische Anforderungen verbessern den Handel für die Wirtschaft und die Menschen. Das Globalprojekt Qualitätsinfrastruktur (GPQI) ist eine Plattform für internationale Dialoge über Regeln und Normen für die Wirtschaft.

 

Im internationalen Handel machen Produkte nicht an den Grenzen von Nationalstaaten halt. Qualität und Produktsicherheit sind grenzüberschreitende Anliegen. Das GPQI fördert ein gemeinsames Verständnis von Qualität und Sicherheit. Denn dies ist die Basis für Innovationen und Vertrauen. Die Qualitätsinfrastruktur (QI) ist das System, das die Sicherheit und Qualität von Produkten und Dienstleistungen gewährleistet. QI ist effektiv, wenn sie international harmonisiert ist – dazu trägt das GPQI bei.

Das GPQI – Qualitätsinfrastrukturen international harmonisieren

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert die internationale Harmonisierung von Qualitätsinfrastrukturen gemeinsam mit wichtigen Handelspartnern. Im Jahr 2017 intensivierte Deutschland den internationalen QI-Dialog mit der Gründung des Globalprojekts Qualitätsinfrastruktur (GPQI). Mit dem GPQI engagiert sich Deutschland in der internationalen Zusammenarbeit zur Qualitätsinfrastruktur mit Brasilien, China, Indien, Indonesien und Mexiko. Die Kooperation erstreckt sich darüber hinaus auf die Eurasische Wirtschaftsunion (EAEU), Kanada und die USA.

 

Das QI-System Qualitätsinfrastruktur-Ansatz und der rechtliche Rahmen der Europäischen Union bilden die Grundlage für die deutsche Position in den Dialogen. So wie Deutschland sich seit vielen Jahren für international harmonisierte QI einsetzt, tauschen sich auch die Partner über ihre QI und die neuesten Entwicklungen und Herausforderungen in ihren Ländern aus.

 

Alle Beteiligten arbeiten daran, technische Handelshemmnisse abzubauen, die Sicherheit von Produkten zu erhöhen und den Verbraucherschutz zu stärken.

 

Das GPQI setzt auf das Wissen von vielen Expert*innen

Das GPQI ermöglicht ein besonderes Dialog-Format für den politischen und technischen Austausch. Als Multistakeholder-Plattform bringt es Regierungen mit Expert*innen des öffentlichen und privaten Sektors zusammen. Dazu gehören auch technische Organisationen, Verbände und Industrie. Die Dialoge basieren auf dem Fachwissen der Expert*innen und auf ihren Innovationen.

 

Die Dialoge funktionieren nachfrageorientiert: Alle Beteiligten können Themen einbringen. Ihre Herausforderungen werden gemeinsam besprochen und gemeinsam bewältigt. Hier liegt der Schlüssel für den Erfolg des internationalen Projekts. So entwickelt das GPQI sinnvolle Ansätze für gut funktionierende und anschlussfähige Qualitätsinfrastrukturen weltweit.

 

In Brasilien, China, Indien, Indonesien und Mexiko wird das GPQI von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Die GIZ unterstützt die bilateralen Dialoge mit Teams in Deutschland und in allen Partnerländern.

Das GPQI arbeitet mit Ihnen an Lösungen - weltweit

Die GPQI-Teams in den Partnerländern entwickeln, planen und koordinieren die Aktivitäten vor Ort. Jedes Team ist sehr gut vernetzt und steht in engem Kontakt mit den politischen Partnern und mit öffentlichen und privaten Akteuren.

 

So unterstützt das GPQI die Partner und Stakeholder dabei, ihre Ziele gemeinsam zu erreichen.

Stimmen

 „Cybersicherheit macht nicht an nationalen Grenzen halt. Gemeinsam mit den indischen Partnern hatten wir das Ziel, durch die Übernahme der IEC 62443 sichere Produktionsprozesse und den Handel über cyber-physische Systeme zwischen Deutschland und Indien – sowie auch weltweit – zu fördern. Das GPQI ermöglichte eine konstruktive und enge Zusammenarbeit mit zahlreichen Expert*innen und Stakeholdern.“ 

Matthias Gommel, Siemens AG

„Der wichtigste Erfolgsfaktor des Projekts ist die durchgängige Umsetzung der Themen auf den unterschiedlichen Ebenen der Institutionen, Industrie und Politik. Für uns als KMU war zum einen die politische Flankierung aber auch der direkte Draht in die Länder zur Lösung technischer Herausforderungen wichtig. So konnten wir unsere Belange jederzeit sowohl aus Sicht unseres Unternehmens in Deutschland – aber auch direkt in Brasilien mit den GIZ-Ansprechpartner*innen und unseren Kollegen vor Ort diskutieren.“

Matthias Marzinko, Drägerwerk AG & Co. KGaA

„Für den globalen Marktzugang müssen unsere Unternehmen unterschiedliche technische Herausforderungen lösen. Der direkte Zugang zu relevanten staatlichen Stellen oder auch anderen betroffenen Unternehmen hilft hier enorm."

Hermann Wegner, VDMA

„Für uns geht es darum, ein belastbares Netzwerk aufzubauen – ein Netzwerk, in dem gegenseitiges Verständnis und Vertrauen vorhanden ist und durch das wir die deutschen Positionen frühzeitig mit anderen Ländern diskutieren können, aber auch deren Positionen kennenlernen. Damit stärken wir gemeinsam die internationale Normung.“ 

Florian Spiteller, DKE

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